Waldbrände, Hitzetote, niedriger Rheinpegel: Wer Klimaschutz verzögert, zahlt am Ende mehr

Die Klimakrise ist kein Zukunftsszenario mehr. Waldbrände wüten inweiten Teilen Europas. Das Robert-Koch-Institut meldet tausende Hitzetote in Deutschland. Der Rheinpegel ist so niedrig, dass er für die Industrie kaum noch kommerziell nutzbar ist. Landwirt*innen kämpfen mit Ernteeinbußen. Für Bündnis 90/Die Grünen Ludwigshafen ist klar,dass jedes Jahr des Abwartens die Folgen teurer macht. Wer Klimaschutz heute auf die lange Bank schiebt, zahlt morgen doppelt – finanziell und menschlich.

„Es ist eine offene Rechnung. Die Kosten des Nichthandelns übersteigen die Kosten des Klimaschutzes bei weitem. Jeder Euro, der heute nicht in Klimaschutz fließt, kommt später als Schadenssumme zurück. Das ist keine Ideologie, das ist schlicht Haushaltslogik“, erklärtMatthias Jurczak, Sprecher des Kreisverbands.

Dennoch wird das Thema in Politik und Medien zu oft als Nebensache behandelt. Angesichts von Waldbränden, Hitzetoten und wirtschaftlichen Verlusten ist das nicht mehr haltbar. Klimaschutz muss dort oben stehen, wo er hingehört, nämlich an die Spitze der politischen und öffentlichen Debatte.

„Klimaschutz ist Menschenschutz. Trotzdem bleibt Klimaschutz in der öffentlichen Wahrnehmung zu oft im Hintergrund. Wir müssen dringend handeln. Politik und Medien müssen dem Thema endlich die Präsenz und Priorität geben, die es angesichts seiner Tragweite verdient“, fordert Sina Schreiner, Sprecherin des Kreisverbands.

Die Grünen Ludwigshafen fordern den Bund zu konkreten Schritten auf.

Erstens müssen die Mittel aus dem Klima- und Transformationsfonds endlich vollständig für das eingesetzt werden, wofür sie gedacht sind, nämlich für Klimaschutz. Keine Zweckentfremdung, keine gestopften Haushaltslöcher.

Zweitens muss ein Teil des Sondervermögens des Bundes gezielt in Hitzeschutz fließen,beispielsweise in Sonnensegel, mobile Klimaanlagen und Hitzeschutzräume für Pflegeheime,Kitas und Krankenhäuser.

Zudem muss die Bundesregierung ihre klimaschädliche Politik beenden, statt mit einer Hand Klimaschutz zu finanzieren und ihn mit der anderen auszubremsen. Wer in dieser Lage Klimaschutz aktiv verhindert, macht sich zum Risiko für Menschen, Natur und Wirtschaft unddarf kein politisches Amt innehaben.